Südring


Feb. 2009 A96 erweitert auf 8 Spuren - Der Südring durch Gräfelfing?

Der Südring ist ist das Schlussstück des Autobahnringes um München. Starke Teile der Landtags-CSU wollen ihn, der Münchner Norden auch, da er sich Entlastung für den schon bestehenden nördlichen Teil erhofft. Der Süden ist jedoch dagegen, klar, denn alle befürchten dass ihr Grundstück in Bälde an der Autobahn liegt.

Wen wundert es da, wenn jeder Politiker seinen Ort schützen möchte. Schwierig wird es nur, wenn Politiker den Spagat machen müssen, also wenn sie Wähler in beiden Lagern haben.

So geht es unserem Bürgermeister Göbel. Er ist stellvertretender Landrat und hat dem Vernehmen nach Aussichten auf den Landratsposten - er muss also auf alle Rücksicht nehmen.

Und dies merkt man seinen Aussagen an : Den Versuch es allen Recht zu machen und niemanden zu vergraulen.

Deshalb haben wir Presseauszüge gesammelt, damit Sie sich selbst ein Bild machen können.

Zunächst die amtliche
Machbarkeitsstudie Südabschnitt
der Autobahndirektion Südbayern, Zwischenbericht genannt.

Presse   (Die Zahl davor ist das Datum, nur in verkehrter Reihenfolge zum leichteren sortieren)
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081126   SZ Südring - Erste Ergebnisse
081127   SZ Südring - Karte
081128   SZ !!Göbel  - Für Ausbau A96 auf 8 Streifen
081128   SZ Südring - Trassen
090116   SZ Stadtnah ausgeschlossen
090122   SZ Autobahndirektion widerspricht Göbel
090123   SZ Gantzer+Kohnen - Einer dafür, eine dagegen
090123   SZ Gauting Gemeinderat Stepp fordert Einigkeit im Kampf dagegen
090124   SZ Südringvarianten
090128   SZ Göbel zu Tunnelkosten:240 Mio., Schulbau auf Tunneldecke geplant
090205   SZ Göbel Erfinder der Tunnelidee - Gegen Ausbau auf 8 Streifen
090207   SZ CSU Landtagsabgeordnete gegen Südring
090225   SZ Anfrage Gemeinderat

Göbel behauptet die Tunnelidee stamme nicht von der AIG, sondern von der CSU.
Wir sagen: In 37 Jahren wurde nichts unternommen, außer sich auf die vage "politische" Aussage des damaligen CSU-Innenministers Merk zu verlassen, dass es bei Zunahme des Verkehrs mehr Lärmschutz geben werde. Die Klage gegen den Freistaat, erst 2006 (!) angestrengt, wurde fulminant abgelehnt.

Von der AIG stammt jedoch die Idee mit dem Verkauf der Grundstücke entlang des Tunnels, nicht auf dem Tunnel, um den Tunnel zu finanzieren.

Die CSU hat diese unsere Idee im letzten Wahlkampf ungeniert übernommen. Es freut uns ja wenn unsere Idee ankommt. Sehr missfällt uns jedoch, dass just diese Grundstücke jetzt schon verbraucht werden sollen, z.B. für die SIS Internationale Schule, siehe unter Aktuell.

Am 2.2.2009 haben wir mit der Autobahndirektion Süd gesprochen. Es ergab sich:

1. Ein Südring wird kommen.

2. Ringschluss: Es gibt 18 Varianten, darunter  eine Direktvariante die über die A96 durch die Stadt zur Autobahn Salzburg mit oder ohne Anschluss an die BAB Garmisch führt. Ein kurzes Stück mittlerer Ring verbindet ja jetzt schon die Lindauer Autobahn A96 und die Garmischer Autobahn A95.

3. Entgegen des Bürgermeisters Behauptungen ist die Direktvariante, auch Durchstich genannt, keineswegs vom Tisch. Da sie die stadtnächste Variante ist hätte sie den Vorteil der größten Akzeptanz. Dies hatte unser Bürgermeister Göbel sogar gefordert, siehe
081128   SZ !!Göbel  - Für Ausbau A96 auf 8 Streifen.

Für Gräfelfing allerdings wäre dies die Katastrophe: Verkehrszunahme von derzeit
115 Tsd Fahrzeuge/Tag auf ca 160 Tsd.
Zum Vergleich: Der Münchner Norden, der entlastet werden soll, trägt 143 Tsd/Tag, aber nie direkt durch einen Ort wie hier.

Einen Tunnel auf Staatskosten wird es auch dann nicht geben, da es um eine bereits bestehende BAB geht.

Wir fragen uns, ob die Solidarität der Würmtalgemeinden bei der Direktvariante genau so groß ist,
wie diese sie von uns fordern. Hoffen wir es.
Unsere Gemeinde erträgt Lärm und Staub seit nunmehr fast 40 Jahren. Von Solidarität unserer Nachbargemeinden konnten wir bislang nichts bemerken.

Pressemitteilung der AIG vom 03.02.2009 

Betrifft: Spurenerweiterung der A96  und Tunnelbauverzögerung 

Bürgermeister Göbel hat sich offenbar damit abgefunden, dass die A96, um zukünftige Verkehrsströme aufnehmen zu können, im Bereich Gräfelfing 8-spurig ausgebaut werden soll. Allerdings hätte er sich zuvor fachmännischen Rat suchen sollen, bevor er sich offensichtlich zu selbstsicher in die Fänge der Autobahndirektion begab, die hierfür eine Mindestfahrbahnbreite von 18,25 m ansetzt.

Wieso prescht unser Bürgermeister schon wieder vor und rechnet der Autobahndirektion vor, dass die bisherige Fahrbahnbreite von 15,50m für je 4 Spuren pro Richtung ausreichend ist. 18,25 m pro Richtung sind erforderlich, jedoch im bereits bestehenden Tunnel nicht möglich. Statt Verhandlungen anzustreben, um einen 8-spurigen Ausbau zu verhindern, muss er sich  nun auch noch dahingehend korrigieren lassen, dass eine Fahrbahnerweiterung, allein durch Änderung der Markierung von 6 auf 8 Spuren  keine Berechtigung auf einen zusätzlichen Lärmschutz darstellt.

Ein 8spuriger Ausbau der A96 im Bereich Gräfelfing ohne Tunnel muss unbedingt verhindert werden. Dafür hat sich unser Bürgermeister einzusetzen. Was hat es für einen Sinn kurz vor Ende der Autobahn eine Erweiterung zu planen, die unweigerlich in einem Nadelöhr endet. Dabei  ist zu beachten, dass die bestehende Untertunnelung von ca.  300m sowieso nicht  8-spurig ausgebaut werden kann. 

Wieso wird die Machbarkeitsstudie zum Tunnel verzögert? 2 Jahre für eine Machbarkeitsstudie anzusetzen, bedeutet eine bewusste Verzögerungstaktik.

Wieso spricht Herr Göbel immer wieder von einem utopischen Preis von 240 Mio.,
der absolut nicht nachweisbar ist?

Wieso wird immer noch über eine Überbauung des Tunnels nachgedacht die, vorrausgesetzt überhaupt zugelassen, auf Grund zusätzlicher statischer und sicherheitstechnischer Erfordernisse eine immense Verteuerung bedeuten würde.

Da kommt klammheimlich der Verdacht auf, dass ein Tunnel im Grunde gar nicht angestrebt wird. 

Es stellt sich außerdem die Frage, wieso unser Bürgermeister bezüglich des Autobahnsüdringes soviel Solidarität mit den Nachbargemeinden entwickelt. Sind da bei ihm inzwischen gar politisch höher gesetzte Ziele im Spiel? Ein Bürgermeister hat sich zunächst vorrangig für das Wohl seiner Gemeinde einzusetzen, auch wenn er inzwischen die Position des stv. Landrates inne hat.

Tatsache ist, dass ein Ringschluss der Autobahn A99  das Verkehrsaufkommen auf der A96 erheblich reduzieren könnte. Allerdings ist die „Münchner Tunnelvariante“, die einen Autobahnringschluss über die A96 vorsieht und erst ab Höhe Blumenau in einen Tunnel führt, bisher nicht ausgeschlossen worden, wie fälschlicherweise von Herrn Göbel behauptet wurde. Der Planungsfortschritt kann auf der Webseite der Autobahndirektion Süd: www.abdsb.bayern.de  eingesehen werden.  

Heidi Jakob-Protschky
AIG, Vorstand, Öffentlichkeitsarbeit 

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AIG Vorstand