AIG an Gemeinderäte


Viele kleine unauffällige Masten sind wg. UMTS und LTE (neuer Standard) unvermeidbar. Sie haben auch Vorteile.

 Begründung:

  1. Es senkt die Strahlenbelastung für alle ganz erheblich
  2. Sie sind sowieso erforderlich für den exponentiell zunehmenden Datenstrom.
  3. Soziale Ausgewogenheit statt Floriansprinzip und schwarzer Peter.

 

Zu 1. Wenige hohe Masten steigern die Strahlenbelastung
Die beiden Gutachten und deren Ergebnisse (Konzept), streben eine Strahlenminimierung an. Gemeint ist damit jedoch stets nur die Strahlung der Masten allein. Die Strahlung der Handgeräte kommt nicht vor. (Abwägungsfehler).
 

a)     Handystrahlung
Schäden durch Strahlung wurden von Mobilfunkgegnern ausschließlich durch Handystrahlung am Kopf, schon weniger am Körper, nachgewiesen. Dies ist verständlich, da ein Handy unseren Kopf mit einer Leistungsflussdichte S von 40 W/qm bestrahlt, also das 40.000 fache des „Salzburger Wertes“ von 0,001 W/qm für Mastenstrahlung.

Von sämtlichen Nachweisen hat kein einziger einer sorgfältigen amtlichen Nachprüfung standgehalten, z.B. Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Siehe hier, letzte Seite, Prof. Dr. med. Caroline Herr.
Über 50 Studien und Forschungen wurden von 2002-2008 durchgeführt.
Es stehen nur zwei Langzeitstudien aus über mehr als 10 Jahre bezügl. Krebsgefahr und mögl. Einfluss auf Kinder. Die Wissenschaft ist sich aber einig: Die Chancen einer Gefahr sind dank der bereits durchgeführten Untersuchungen minimal.

(Handy max. 2W, Annahme nur 1/10 davon in Richtung Kopf, Fläche 5x10cm à S=40W/qm = 40.000 mW/qm, Quelle Marburger Stadtwerke )

Beepworld.de: Die Strahlung der Masten ist lächerlich im Vergleich zur Handystrahlung am Kopf.

Oder: Bei einer Stunde Telefonat wird am Kopf dieselbe Dosis aufgenommen wie bei 40.000 Stunden Mastenstrahlung. Das sind fast 5 Jahre. Hunderte gleichzeitiger Nutzer bestrahlen ihre Umgebung erheblich mehr als es die Masten tun. Und dies gilt es zu minimieren.
 

b)    Maststrahlung
Schäden durch Strahlung der Masten sind nach heutigem Kenntnisstand psychosomatischer Natur.  Nachweis nur durch Befragungen, Schäden wie Schlaflosigkeit, Konzentrationsdefizit, Denkvermögen, etc., durch Mastenstrahlung, . (Kreuzbefragung: Klagen bei ausgeschaltetem Mast, keine Beschwerden bei eingeschaltetem Mast wenn mitgeteilt wurde er sei nicht in Betrieb).

Die Naila-Studie wurde längst durch etliche amtliche Stellen wiederlegt.

Die (unbestätigten) Schadensbeweise beziehen sich stets auf die Handystrahlung (2W/qm bzw. SAR 0,6 W/kg).

Angst kann jedoch krank machen und dies ist ein realer Schaden, genauso wie die Minderung der der Wohnqualität und Abwertung der Gegend. Hier gilt klar: Je auffälliger der Mast umso größer der psychosomatische und reale Schaden. Deshalb sind Riesenmasten kontraproduktiv.
 

c)     Zusammenspiel von Masten und Handy  oder:
Sind wenige große Masten besser als viele kleine unauffällige Masten?
KnowHow: Empfängt der Mast vom Handy ein schwaches Signal, so fordert er zur Leistungserhöhung auf, und umgekehrt (Dynamische Leistungsregelung) Das Handy kann die Leistung fein abstufen, 32 Stufen, max. aber 2W, min. 2mW im D-Netz.
Die wenigen Masten müssen ein größeres Gebiet bedienen. Die weiter entfernten Handies müssen also stets mit voller Leistung senden und gefährden damit ihren Benutzer UND seine Umgebung. Erst ab einem 1/6 bis 1/10 des Abstandes (Handy zu Mast) vom Handy  ist das Feld des Masten stärker als das Feld des Handy.


Zitat aus: http://www.news.de/technik/698827553/strahlungsbelastung-sinkt-bei-mehr-sendeantennen/1/ :
Es klingt fast paradox: Damit ist die Strahlenbelastung für Handy-Nutzer auf dem Land deutlich höher als in der Großstadt. Denn die Mobilfunkbetreiber haben innerhalb der Metropolen ein deutlich dichteres Netz an Sendeanlagen geknüpft. Die Strahlengegner behalten zwar insofern Recht, als dass die Sendeantennen natürlich strahlen. Allerdings ist dies im Vergleich zu schlecht versorgten Handys (und deren Umgebung) zu vernachlässigen.

 

Kurz: Wenige Riesenmasten erhöhen die psychsomatischen und stadtplanerischen Schäden UND die Gesamtstrahlenbelastung.
 

 Zu 2. Hohe Zahl von Masten sowieso unumgänglich
Die neuen Dienste, ermöglicht durch UMTS, erfordern eine Vervielfachung der Bandbreite. Dies ist nur möglich durch viele Masten, die klein sein können und nur ein kleines Gebiet versorgen müssen. Und seit der Messe in Barcelona steht der neue LTE-Übertragungsstandard in den Startlöchern. Am 16.02.10 kam im Fernsehen die Nachricht, dass schon in 3 Jahren die Mehrzahl des Telefonierens und I-Net-Surfens über Smartphones, d.h. über Funk, abgewickelt wird.

Die Mobilfunkbetreiber nehmen deshalb jede Möglichkeit einer Mastenerrichtung wahr, auch wenn es Riesenmasten werden. An die Aufgabe eines Bestandsmasten denkt keiner.
Dies ist der Knackpunkt: Ohne Aufgabe der "unerwünschten" Masten ist das gesamte Konzept hinfällig.
Bgm. Göbel, CSU, meint, dass wirtschftliche Interessen zum Umzug bewegen könnten.
Gutachter Ulrich-Raithel hatte auch auf Nachfrage keine Beispiele oder wenigstens Absichtserklärungen der Betreiber parat.

a) Gibt es schon das Konzept der vielen kleinen Masten?

I
n Österreich wurde schon das Konzept der vielen kleinen Masten umgesetzt:
Salzburg installierte zusätzlich 260 neue Masten. Umgerechnet auf Gräfelfing (13.000 Einwohner, Salzburg 140.000) bedeutet dies hier ca. 25 zusätzliche Masten.

Zitat vom Nov. 2003: http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_03/Salzburger_Modell/salzburger_modell.html
Infolge des UMTS-Aufmarschs müssen in der Mozartstadt 260 neue Sendeanlagen errichtet werden.


b) Verhinderung von psychsomatischen und stadtplanerischer Schäden durch getarnte Masten:

Sie sind kaum bis gar nicht erkennbar und erfüllen ihren Zweck. Es ist unverständlich, dass ein großer Mast, der ein größeres Gebiet versorgen soll, weniger belastend ist als ein kleiner für ein kleines Gebiet.
Kleine Masten haben den Vorteil, dass sie hinreichend gut versteckt werden können, siehe Beispiele aus München bei umweltinstitut.org. Dieses Institut ist der Verein von dem das eine Gräfelfinger Gutachten stammt.

Zu 3.
Soziale Ausgewogenheit statt Floriansprinzip und schwarzer Peter.


Natürlich möchte niemand einen Mast neben sich haben, keinen Kleinen, einen Großen erst recht nicht.
Die Mobilfunkgegner eines Mastes freuen sich natürlich wenn ein Mast woanders errichtet wird UND das Versprechen gemacht wird, dass „ihr“ Mast verschwindet. Daher kann man die Neutralität der „Profiteure“ nicht ernst nehmen.
Das Verschieben der Masten ist ein Floriansprinzip. Es geht solange bis eine Bürgergruppe den schwarzen Peter hat. Dies zeugt nicht von Solidarität der Gemeindebürger. Und die Pressemitteilung „unerwünschte Masten würden dagegen verschwinden“ soll bedeuten, dass die Neuen erwünscht sind?  
 

Die Entscheidung gegen die hohen Masten ist erheblich folgenloser für die Gemeinde und ihre Räte. Es erfolgt keine Festlegung auf ein Konzept, dessen Folgen und Zukunftstauglichkeit nicht absehbar sind, aber der städtebauliche und gesundheitliche Schaden sofort sicher und irreversibel ist.

Eigentlich sollte das Baurecht dazu verwendet werden, den „Wildwuchs“ zu steuern.
Betreiber dürfen max. 10m hohe Masten errichten. Nun macht die Gemeinde selbst den  „Wildwuchs“, mit 40m!
Bestrahlung unserer Jugend von den Windeln bis zum Abitur, der Sportler des größten Sportvereins und der Anwohner als Ersatz für „unerwünschte Standorte“ ist ein schlechter Tausch, bzw. eine hohe Zusatzbelastung. Masten sollen laut eigenen Vorgaben nicht im reinen oder allgemeinen Wohngebiet errichtet werden. Die beiden Standorte werden zum Gewerbegebiet abgestuft.

Mittels Baurecht könnten aber Standorte gleichmäßig verteilt werden und das Tarnen zur Auflage gemacht werden.

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Kleine Funkzellen werden die Zukunft sein. Herr Ulrich-Raithel, der das Mobilfunkkonzept für die Gemeinde entworfen hat, bestreitet dies.

Zitat aus Wikipedia:

"Während die Basisstationen für Mobiltelefone Sendeleistungen um 50 Watt haben, kommen Mobiltelefone mit Sendeleistungen von max. 2 W (D-Netz) beziehungsweise 1 W (E-Netz) aus.
In der nächsten (dritten) Generation der Mobilfunkgeräte gibt es zwei konkurrierende Standards, Universal Mobile Telecommunications System UMTS als eine Weiterentwicklung von GSM und CDMA2000, das auf dem besonders in den USA weit verbreiteten CDMA-Standard basiert. Beide arbeiten bei Frequenzen um 1800 bis 1900 MHz, benutzen viele kleine Funkzellen und sind für höhere Datenübertragungsgeschwindigkeit und höhere Nutzerzahl optimiert. Wegen der kleineren Funkzellen und bedingt durch weiterentwickelte Modulationsverfahren konnte die Sendeleistung der Mobiltelefone gegenüber GSM auf 0,125–0,25 W reduziert werden.".



Feldversuch mit kleinen Handy-Funkzellen   von Heise.de
BT Wholesale, ein Teil der British Telecom, beginnt im walisischen Cardiff einen Feldversuch, bei dem die großen und auffälligen Antennen für die Versorgung der Handy-Funknetze durch kleine, weniger ins Auge fallende Modelle ersetzt werden soll. Hintergrund ist offenbar der zunehmende Aufwand bei der Suche nach Antennen-Standorten in Städten, wenn relativ große Zellen versorgt werden sollen, und die zunehmende Diskussion über Elektrosmog. Die kleineren Zellen sollen nicht nur einem einzelnen Provider, sondern allen Anbietern zur Verfügung stehen, sodass sich damit auch Doppel-Installationen auf den gleichen Funkfrequenzen auf ein Minimum beschränken lassen.

Der Feldversuch will Erkenntnisse über die Versorgung wesentlich kleinerer Funk-Zellen mit Sendern kleiner Leistung gewinnen. BT spricht von maximalen Sendeleistungen von 2 Watt. Solche Antennen könnten dann in Telefonzellen oder auf Laternenmasten versteckt werden -- gleichzeitig nimmt natürlich die Strahlungsenergie im Nahfeld solcher Antennen ebenso drastisch ab. Bei herkömmlichen Funkzellen sind Sendeleistungen von 200 Watt üblich.

Ein Vorteil für die Netzbetreiber könnte sein, dass sie bei der Suche nach Antennen-Standorten nur mit der kommunalen Verwaltung und nur in Ausnahmefällen mit privaten Grundstücks-Eigentümern verhandeln müssen. Aus den kleinen Funkzellen ergibt sich als technischer Nebeneffekt die bessere Lokalisierbarkeit von Handys, was der Forderung US-amerikanischer Behörden nach genauer Positionsbestimmung bei Notrufen entgegen kommt. (roe)

E-Plus-Werbung:
Auch unter dem Aspekt der Verminderung elektromagnetischer Felder spielen engmaschige Netze eine wichtige Rolle. Denn je kleiner der Zellradius ist, desto geringer kann die Leistung der Basisstation und des Handys sein.
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Noch kleiner: Femtozellen sind nur auf eine Wohnung beschränkt und werden über DSL versorgt.
Picozellen sind sind das selbe für Firmen, sie gibt es schon lange. Siehe hier
Beide sind unsichtbar.

Die Entwicklung ist nicht absehbar.

Deshalb ist es unserer Ansicht nach unvertretbar mit der alten Technik noch zu klotzen und unsere Gartengemeinde zu entstellen.

Entscheidend ist die Minimierung der Belastung auf den Menschen. Dazu zählt Mast UND Handy und das dynamische Zusammenspiel der beiden
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